So, sage und schreibe drei Wochen Ferien sind jetzt vorbei und ich muss mich jetzt schon wieder von der ganzen Rumreiserei erholen, wobei die Reisen ja eigentlich von dem Stress der Uni hier erholen sollten.
Die Wochen vor den Ferien wurden immer stressiger, weil die Endpräsentation von meinem Kurs drohte und die Arbeit dafür natürlich exponentiell zur verstrichenen Zeit stieg. Poster, Postkarten und Magazine Advertisement drucken, TV Commercial bearbeiten und Website gestalten. Aber Gott-sei-Dank kam mein Schatz Jens aus Ungarn zur Rettung angeflogen
Nach meiner erfolgreichen Präsentation haben Jens und ich dann noch ein bisschen Holland unsicher gemacht – wie z.B. auch Harlingen, die nächste Stadt am Strand – so nebenbei: Leeuwarden ist übrigens die Hauptstadt Frieslands.
Dann gings endlich nach Hause ins alte Langwedel und das diente dann auch gleich eigentlich nur als Zwischenstation, denn Osnabrück, Bremen und Etelsen waren die eigentlichen Aufenthaltsorte.
Als nächstes folgte der Flug nach Ungarn, in dem wir fast verbrandt wären, weil ein Mann einfach mal die Toilette als sein Rauchgebiet festlegte – er stellte sich dann dumm, blind und keiner Sprache mächtig, als er zur Rede gestellt wurde, ob er die ganzen Schilder nicht gesehen hätte. Das half aber alles nichts, denn der Pilot hatte noch ein Hühnchen mit ihm zu rupfen…
In Budapest hatten wir dann noch ne Stunde, bevor wir die Reise in den klapprigsten Zügen, die ich je gesehen habe, nach Eger angetreten haben. Mir war schon etwas mulmig zu Mute, denn Jens hatte schon das Vergnügen, in einem brennenden Zug nach Budapest zu fahren, als er zu mir gefahren war. Insgesamt war die Reise dann auch abenteuerlich, da man ohne was lesen zu können und hektisch einfach auf dem Bahnhof rumlaufend in irgendein Zug eingestiegen ist, in der Hoffnung, das sei der richtige.
Als wir dann aber Eger erreicht hatten, mussten wir uns Zimmer mit der Hinterhof-Taktik besorgen: Einfach in einen Hinterhof stellen und schon hat mein ein Zimmer. Naja, ganz so schnell ging es nicht, aber wir haben eigentlich so gut wie nichts gesagt und diese eine Frau, die auf einmal da war, konnte von Englisch und Deutsch jeweils ungefähr ein Wort, hat uns trotzdem die ganze Zeit vollgelabert, von dem wir dann aber nix verstanden. Egal, Eger ist schon sehr schön – dreckig, ranzig und kaputt wie halt üblich in Osteuropa – aber schön. Viele Kirchen, ne Burg und ne schöne Uni. Wir konnten zusammen ne echt schöne Zeit verbringen, leider viel zu kurz.
Wieder allein zu Hause angekommen, bin ich nach einem kurzen bürokratischen Besuch an der Bremer Uni auch gleich wieder los – unzwar diesmal mit Sarah
– nach Groningen. Nach ner Shoppingtour und dem Pflichtbesuch bei McDonalds gings natürlich gleich ans Saufen
– bei Sarah, übrigens ne schöne Wohnung und sehr gut gelegen – nämlich gleich bei den Kneipen, wo es uns dann nach dem Vorglühen hingezogen hat. War echt n lustiger Abend
Am nächsten Morgen konnten wir uns grad noch daran erinnern, dass wir sinnlose Gespräche über das Paradice geführt hatten, aber dann auch sofort wie die Murmeltiere geschlummert haben
Jetzt bin ich wieder in Leeuwarden und sofort wieder im Unileben – nach ner sehr guten Benotung vom letzten Kurs gehts die nächste Woche schon wieder mit dem nächsten Kurs weiter: Marketing Communications.